Oxumaré dirigiert den Akt, die Transformation und die
Kraft, welche Bewegung produziert. Er wird als
männlicher und weiblicher Orixá dargestellt, ist also
bisexuell und lebt somit eine doppelte Natur. Sechs
Monate ist er männlich, während dieser Zeit ist der
Regenbogen sein Symbol. In dieser Zeit ist es sein
Auftrag, das Wasser des Wasserfalls zum Himmel (das
Reich von Oxalá) zu bringen. Die andern sechs Monate
nimmt er die weibliche Form an. In dieser Phase,
repräsentiert durch die Schlange, transformiert sie sich
manchmal in eine schöne Göttin namens Bessém. Die
zwei Symbole, Schlange und Regenbogen, stellen die
Erneuerung, die Vertretung dar.
Mit dieser Dualität trägt Oxumaré alle Widersprüche,
alles Entgegengesetzte in sich: Tag und Nacht, süss und
sauer, gut und schlecht, männlich und weiblich usw. Wie
eine Schlange beisst er sich in den eigenen Schwanz
und bildet so einen Kreis. Dieser Kreis symbolisiert die
Erde und die Bewegung aller Himmelskörper im
Universum.
Sein Bereich ist überall dort, wo
Rechnungen bezahlt werden, beim Einkaufen, in
Geschäften, in der Bank, in Kreditangelegenheit, in allen
Finanzen. Seinen Farben sind diejenige des
Regenbogens, sein Stein der Opal, sein Symbol die
Schlange und sein Tag ist Dienstag.